Lebenslauf als Werkstudent/in schreiben
Bei Werkstudentenstellen zählen das Studienfach, bisherige Praktika und die verbleibende Studiendauer mehr als jahrelange Berufserfahrung. Diese Vorlage zeigt einen klaren Aufbau.
Im Lebenslauf für eine Werkstudentenstelle stehen das Studienfach, die Hochschule und das aktuelle Fachsemester an zentraler Stelle, da Unternehmen die fachliche Passung zur ausgeschriebenen Stelle direkt daran ablesen. Auch die voraussichtliche Studiendauer sollte erkennbar sein, etwa über die Regelstudienzeit oder das geplante Abschlussjahr, da viele Unternehmen Werkstudenten für einen längeren Zeitraum einplanen möchten.
Praktika sind bei Werkstudentenbewerbungen oft die wichtigste Erfahrung und sollten mit konkreten Aufgaben beschrieben werden, nicht nur mit der Abteilung. Wer während eines Praktikums eigenständig ein Teilprojekt bearbeitet oder eine Auswertung erstellt hat, sollte das benennen, da es zeigt, dass bereits selbstständiges Arbeiten möglich war und nicht nur zugeschaut wurde.
Auch Nebenjobs ohne direkten Fachbezug haben im Lebenslauf einer Werkstudentin oder eines Werkstudenten ihren Platz, wenn sie relevante Fähigkeiten zeigen, etwa Kundenkontakt, Genauigkeit bei der Dateneingabe oder Verantwortung für eine eigene Aufgabe. Eine kurze, präzise Beschreibung der Tätigkeit wirkt überzeugender als eine lange Liste unspezifischer Stationen.
Studienprojekte, Seminararbeiten mit Praxisbezug oder die Mitarbeit in einer studentischen Initiative können ebenfalls Aufgaben und Kompetenzen belegen, sofern sie konkret beschrieben werden, etwa die verwendete Methode oder das erzielte Ergebnis. Rein private Interessen ohne fachlichen oder organisatorischen Bezug gehören eher in den Abschnitt Interessen als in die Berufserfahrung.
Wichtig ist außerdem die Angabe der verfügbaren Semesterwochenstunden und der zeitlichen Flexibilität während der Vorlesungszeit und der Semesterferien, da Unternehmen die Einsatzplanung danach ausrichten und diese Angabe häufig direkt in der Stellenausschreibung gefordert wird.
Der zeitliche Rahmen der geplanten Tätigkeit sollte im Lebenslauf oder im Anschreiben grob umrissen werden, etwa ob die Werkstudentenstelle über mehrere Semester bis zum Studienabschluss angelegt ist oder ob sie sich auf ein festes Zeitfenster beschränkt. Unternehmen investieren in die Einarbeitung studentischer Mitarbeiter und planen entsprechend gerne mit einer längerfristigen Perspektive, weshalb eine realistische Einschätzung der verbleibenden Studienzeit hilfreich ist.
Bei fachfremden Werkstudentenstellen, etwa im Bereich Marketing bei einem technischen Studiengang, lohnt es sich, im Lebenslauf die übertragbaren Fähigkeiten hervorzuheben, etwa analytisches Arbeiten, den sicheren Umgang mit Zahlen oder Erfahrung mit Präsentationen vor einer Gruppe. Eine kurze Erklärung, warum das Interesse über das eigentliche Studienfach hinausgeht, gehört eher in das Anschreiben als in den Lebenslauf selbst, der bei der reinen Darstellung von Fakten bleiben sollte.