Anschreiben für die Bewerbung
Das Anschreiben ergänzt den Lebenslauf um den Teil, den Tabellen nicht leisten können: die Begründung, warum die Stelle und die Bewerberin oder der Bewerber zueinander passen.
Aufbau in fünf Teilen
Kopfzeile mit Absender- und Empfängeradresse, Ort und Datum, Betreffzeile mit Stellenbezeichnung und gegebenenfalls Referenznummer, Anrede, Fließtext in drei bis vier Absätzen, Grußformel mit Unterschrift. Die Kopfzeile folgt DIN 5008: Absenderadresse oben links oder als Kopfzeile, Empfängeradresse im Anschriftfeld, Datum rechtsbündig.
Der erste Absatz: ohne Standardfloskel
„Hiermit bewerbe ich mich auf die ausgeschriebene Stelle" sagt nichts, was die Betreffzeile nicht schon sagt. Wirksamer ist ein konkreter Aufhänger: eine Empfehlung, ein Projekt des Unternehmens, das zur eigenen Erfahrung passt, oder der Anlass der Bewerbung, etwa eine Initiativbewerbung nach einem Praktikum im selben Haus.
Der Mittelteil: Belege statt Behauptungen
Statt „Ich bin teamfähig und belastbar" zu schreiben, überzeugt ein Beispiel: welches Projekt wurde unter Zeitdruck zu Ende gebracht, mit wem wurde zusammengearbeitet, was war das messbare Ergebnis. Der Mittelteil bezieht sich auf zwei bis drei Punkte aus der Stellenanzeige und zeigt an konkreten Situationen aus dem Lebenslauf, dass diese Anforderungen bereits erfüllt wurden.
Der Schlussabsatz
Ein Satz zur Verfügbarkeit (Kündigungsfrist oder Starttermin), bei Bedarf eine Gehaltsvorstellung, falls in der Anzeige verlangt, und ein kurzer Ausblick auf ein persönliches Gespräch. Die frühere Pflichtfloskel „Über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch würde ich mich freuen" lässt sich durch einen aktiveren Satz ersetzen, etwa einen Hinweis auf die eigene Verfügbarkeit für ein Gespräch.
Format und Länge
Eine Seite, Schriftgröße 11 oder 12 Punkt, Zeilenabstand 1 bis 1,15. Das Anschreiben trägt denselben Briefkopf wie der Lebenslauf (Name, Kontaktdaten), damit beide Dokumente als zusammengehöriges Bewerbungspaket erkennbar sind.