Lebenslauf für Vertriebsmitarbeiter/in schreiben
Im Vertrieb zählen messbare Ergebnisse, Erfahrung mit dem CRM-System und die Art der betreuten Kunden. Diese Vorlage zeigt, wie sich das im Lebenslauf belegen lässt.
Der Lebenslauf für Vertriebsmitarbeiter und Vertriebsmitarbeiterinnen lebt von konkreten Ergebnissen. Wer Umsatzzahlen, die Zahl der betreuten Kunden oder die Größe des eigenen Vertriebsgebiets nennen kann, sollte das tun, da diese Angaben die Verkaufsleistung greifbar machen. Fehlen belastbare Zahlen, helfen konkrete Beispiele für erfolgreich abgeschlossene Projekte oder gewonnene Neukunden, statt allgemeiner Formulierungen wie erfolgreiche Vertriebsarbeit.
Der Ausbildungsweg in den Vertrieb verläuft unterschiedlich: eine kaufmännische Ausbildung, ein abgeschlossenes Studium oder der direkte Quereinstieg über Berufserfahrung in einer anderen Branche sind alle möglich. Wichtiger als der formale Abschluss ist für viele Arbeitgeber die nachweisbare Erfahrung im direkten Kundenkontakt, deshalb sollte der Lebenslauf frühere Positionen mit Kundenkontakt auch außerhalb des klassischen Vertriebs erwähnen, etwa aus dem Einzelhandel oder dem Kundenservice.
Kenntnisse im verwendeten CRM-System gehören mit Namen in den Abschnitt Kenntnisse, da Unternehmen häufig ein bestimmtes System einsetzen und Vorerfahrung damit die Einarbeitung verkürzt. Auch die Art des Vertriebs sollte benannt werden: Neukundengewinnung, Bestandskundenbetreuung, Telefonvertrieb oder Außendienst mit Kundenbesuchen vor Ort unterscheiden sich in den täglichen Aufgaben deutlich.
Bei B2B-Vertrieb ist es hilfreich, die Branche und die Art der Kunden zu nennen, etwa Handwerksbetriebe, Industrieunternehmen oder öffentliche Auftraggeber, da sich Verkaufszyklen und Entscheidungswege je nach Zielgruppe stark unterscheiden. Wer bereits Erfahrung mit komplexen, mehrstufigen Vertriebsprozessen hat, sollte das von einfachen Direktverkäufen abgrenzen.
Ein Führerschein der Klasse B ist im Außendienst häufig Voraussetzung und sollte dann im Lebenslauf stehen, ebenso die grundsätzliche Reisebereitschaft, wenn die Stelle regelmäßige Kundenbesuche vorsieht.
Wer in ein Vertriebsteam mit klarer Zielvorgabe eingebunden war, sollte im Lebenslauf beschreiben, wie regelmäßig Zielwerte erreicht oder übertroffen wurden, ohne dabei erfundene Prozentzahlen zu nennen. Eine ehrliche Formulierung wie regelmäßige Zielerreichung im zugewiesenen Vertriebsgebiet ist glaubwürdiger als eine nicht belegbare Zahl und lässt sich im Vorstellungsgespräch ohne Widerspruch näher erläutern.
Für den Berufseinstieg über eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann oder Kauffrau für Groß- und Außenhandelsmanagement, sollte der Lebenslauf die vertriebsnahen Ausbildungsinhalte hervorheben, etwa Warenkunde, Kalkulation und Verkaufsgespräche, die während der Ausbildung praktisch geübt wurden. Diese Inhalte zeigen auch ohne mehrjährige Berufserfahrung eine solide fachliche Grundlage für die Vertriebsarbeit.