Lebenslauf für Steuerfachangestellte/r schreiben
Steuerkanzleien achten im Lebenslauf auf DATEV-Kenntnisse, die Art der betreuten Mandate und den Stand der Weiterbildung zum Steuerfachwirt. Diese Vorlage ordnet das.
Der Lebenslauf für Steuerfachangestellte steht auf zwei Säulen: der dreijährigen Ausbildung mit IHK-Abschluss und der praktischen Erfahrung in der Mandatsbetreuung. Der Ausbildungsbetrieb, ob Einzelkanzlei, mittelständische Steuerberatungsgesellschaft oder Kanzlei mit Wirtschaftsprüfung, gehört ebenso in den Lebenslauf wie das Prüfungsjahr, da sich die Aufgabenbreite je nach Kanzleigröße deutlich unterscheidet.
Bei der Berufserfahrung sollte konkret benannt werden, welche Mandate betreut wurden: Einzelunternehmer, Freiberufler, GmbHs oder Personengesellschaften stellen unterschiedliche Anforderungen an die Buchhaltung und die steuerliche Beratung. Wer bereits eigenständig Jahresabschlüsse vorbereitet oder Mandanten direkt betreut hat, sollte das von reiner Zuarbeit klar abgrenzen, da Kanzleien danach die Einstiegsposition bemessen.
DATEV-Kenntnisse sind in nahezu jeder Kanzlei Voraussetzung und sollten möglichst konkret benannt werden, etwa DATEV Kanzlei-Rechnungswesen, DATEV Lohn und Gehalt oder DATEV Unternehmen online. Auch Erfahrung mit der ELSTER-Übermittlung und mit gängigen Auswertungsprogrammen gehört in den Abschnitt Kenntnisse, da sie den Einarbeitungsaufwand für die neue Kanzlei unmittelbar verringert.
Die Fortbildung zum Steuerfachwirt oder zur Steuerfachwirtin ist der klassische nächste Schritt und sollte, auch wenn sie noch läuft, mit Träger und geplantem Abschlussjahr im Lebenslauf stehen. Kanzleien werten eine begonnene oder abgeschlossene Fortbildung als deutliches Signal für Entwicklungsbereitschaft und planen Gehalt und Aufgabenbereich häufig danach.
Bei den Formulierungen zur Berufserfahrung helfen konkrete Angaben zur Mandantenzahl oder zum Schwerpunkt der Kanzlei, etwa Branchenspezialisierung auf Handwerksbetriebe, Ärzte oder Gastronomie, sofern diese Angaben zutreffen. Diese Einordnung erleichtert es der neuen Kanzlei, die vorhandene Erfahrung richtig einzuordnen.
Nach der Weiterbildung zum Steuerfachwirt eröffnen sich weitere Entwicklungswege, etwa die Weiterbildung zum Bilanzbuchhalter oder ein berufsbegleitendes Studium der Betriebswirtschaftslehre mit steuerlichem Schwerpunkt. Auch wenn diese Schritte noch in der Planung sind, kann eine kurze Angabe im Lebenslauf zeigen, in welche Richtung sich die eigene Laufbahn entwickeln soll, was für Kanzleien bei der langfristigen Personalplanung von Interesse ist.
Digitale Belegverarbeitung gewinnt in Steuerkanzleien zunehmend an Bedeutung. Wer bereits mit einer Software zur digitalen Belegerfassung oder mit einer Schnittstelle zwischen Mandant und Kanzlei gearbeitet hat, etwa für die automatisierte Übertragung von Kassendaten, sollte das im Abschnitt Kenntnisse festhalten. Kanzleien, die ihre Abläufe digitalisieren, suchen gezielt nach Mitarbeitenden, die mit solchen Systemen bereits vertraut sind und papierbasierte Prozesse nicht mehr benötigen.