Lebenslauf für Koch/Köchin gestalten
Küchenchefs schauen im Lebenslauf zuerst auf Station, Küchenstil und Teamgröße des bisherigen Betriebs. Diese Vorlage zeigt, wie sich das gezielt darstellen lässt.
Im Lebenslauf für Köche und Köchinnen sollte jede Station im Abschnitt Berufserfahrung mit dem Küchenposten benannt werden, an dem gearbeitet wurde: Entremetier, Saucier, Patissier oder Chef de Partie verlangen unterschiedliche Fertigkeiten, und Küchenchefs suchen oft gezielt Verstärkung für einen bestimmten Posten. Auch die Art des Betriebs, etwa à-la-carte-Restaurant, Systemgastronomie, Hotelküche oder Kantine, gehört zur Einordnung dazu, weil sich Arbeitstempo und Aufgaben stark unterscheiden.
Die dreijährige Ausbildung zum Koch oder zur Köchin schließt mit der IHK-Prüfung ab und gehört mit Ausbildungsbetrieb und Jahr in den Lebenslauf. Wer danach eine Weiterbildung zum Küchenmeister oder eine Spezialisierung, etwa auf vegetarische oder vegane Küche, absolviert hat, sollte das gesondert aufführen, da immer mehr Betriebe gezielt danach fragen.
Hygienekenntnisse sind in diesem Beruf Grundvoraussetzung, weshalb Erfahrung mit dem HACCP-Konzept und der zugehörigen Dokumentation ausdrücklich genannt werden sollte. Wer Verantwortung für die Einhaltung der Kühlkette, die Allergenkennzeichnung auf der Speisekarte oder interne Hygienekontrollen hatte, sollte diese Aufgaben konkret beschreiben, statt nur allgemein von Küchenhygiene zu sprechen.
Bei der Beschreibung der Berufserfahrung helfen Angaben zur Gästezahl im Service, zur Teamgröße in der Küche und zu besonderen Anlässen wie Bankettveranstaltungen oder Cateringaufträgen. Wer an der Speisekartengestaltung oder der Kalkulation von Gerichten beteiligt war, sollte das ebenfalls erwähnen, da es über die reine Zubereitung hinausgeht und für eine Stelle als Chef de Partie oder Sous-Chef relevant ist.
Ein Gesundheitszeugnis nach dem Infektionsschutzgesetz wird von jedem Betrieb gesondert verlangt und muss nicht im Lebenslauf selbst stehen.