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Bewerbung nach Arbeitslosigkeit

Eine Zeit der Arbeitslosigkeit gehört mit Zeitraum und Bezeichnung in den Lebenslauf, sachlich formuliert und ohne ausführliche Begründung.

Eine Phase der Arbeitslosigkeit lässt sich im Lebenslauf am einfachsten mit der Bezeichnung Arbeitssuchend und dem entsprechenden Zeitraum angeben, so wie jede andere Station auch. Diese sachliche Formulierung ist üblich und muss nicht weiter begründet werden. Wichtiger als die Wortwahl ist, dass der Zeitraum überhaupt sichtbar ist, denn eine unbenannte Lücke fällt beim Nachrechnen der Daten stärker auf als eine benannte Phase der Arbeitssuche.

Wer während der Arbeitslosigkeit an einer Weiterbildung teilgenommen hat, etwa über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit, sollte diese Maßnahme als eigenen Punkt im Lebenslauf aufführen, mit Titel, Träger und Zeitraum. Solche Maßnahmen zeigen, dass die Zeit aktiv genutzt wurde, und liefern zugleich ein konkretes Gesprächsthema für das Vorstellungsgespräch, das über die reine Tatsache der Arbeitslosigkeit hinausgeht.

Die genauen Umstände der letzten Kündigung, etwa eine Insolvenz des früheren Arbeitgebers, das Auslaufen eines befristeten Vertrags oder eine betriebsbedingte Kündigung, gehören nicht in den Lebenslauf. Eine kurze, neutrale Angabe genügt, die ausführlichere Erklärung ist Teil des Gesprächs und sollte dort ruhig und ohne Rechtfertigungston vorgetragen werden. Bei Fragen zu Details der Kündigung oder zu einer möglichen Sperrzeit beim Arbeitslosengeld lohnt sich vorab eine Beratung bei der Agentur für Arbeit, da die Regelungen im Einzelfall unterschiedlich ausfallen.

Bei einer längeren Phase der Arbeitslosigkeit, die mehrere Jahre umfasst, hilft eine ausführliche Beschreibung der letzten regulären Stelle davor mehr als die alleinige Konzentration auf den Zeitraum ohne Beschäftigung. Diese Station bleibt der fachliche Bezugspunkt für die neue Bewerbung, auch wenn seither Zeit vergangen ist.

Referenzen aus der letzten Beschäftigung, etwa ein Arbeitszeugnis oder die Bereitschaft, eine frühere Führungskraft als Ansprechperson zu nennen, stärken die Bewerbung zusätzlich. Sie zeigen, dass das vorherige Arbeitsverhältnis regulär beendet wurde und die fachliche Leistung auch nach Ende der Beschäftigung bestätigt werden kann, was gerade nach einer längeren Pause zwischen den Stellen zählt.

Ein Lebenslauf nach Arbeitslosigkeit sollte insgesamt sachlich und knapp bleiben, ohne entschuldigenden Ton in den Formulierungen. Formulierungen wie leider arbeitslos oder aus bekannten Gründen ohne Beschäftigung wirken unsicherer als eine schlichte Zeitangabe mit der Bezeichnung Arbeitssuchend. Personalverantwortliche lesen solche Phasen heute routinemäßig und bewerten vor allem, wie die Bewerbung insgesamt aufgebaut ist und ob die fachliche Eignung für die ausgeschriebene Stelle erkennbar bleibt.

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